Amsterdam Sehenswürdigkeiten: Was du zwischen Grachten und Giebeln wirklich entdeckst
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Amsterdam Sehenswürdigkeiten: Was du zwischen Grachten und Giebeln wirklich entdeckst
Stell dich irgendwo in der Innenstadt auf eine Brücke und schau die Gracht hinunter. Was du siehst, sieht aus wie gewachsen – ist aber gebaut. Jeder dieser Kanäle wurde ausgehoben, jede Fassade steht auf Holzpfählen im Schlick, und die halbe Stadt wäre ohne Pumpen unter Wasser.
Genau das macht Amsterdam so eigen: Es ist eine Stadt, die es auf festem Boden gar nicht gibt. Wer nur die Postkartenmotive abhakt, verpasst den interessanteren Teil – die Details, die erzählen, wie diese Stadt zu dem wurde, was sie ist. Dieser Guide zeigt dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, eine fertige Route zu Fuß, praktische Infos zu Anreise und Tickets – und ein paar Dinge, an denen täglich Zehntausende vorbeilaufen, ohne hinzusehen.
Amsterdam auf einen Blick
Die wichtigsten Eckdaten, bevor du losläufst.
- Lage: Nordholland, Niederlande – die Stadt liegt am IJ und an der Amstel, größtenteils unter dem Meeresspiegel.
- Name: Am 27. Oktober 1275 befreite Graf Floris V. die Menschen „bei Amestelledamme“ vom Brückenzoll. Amstel plus Dam – der Damm an der Amstel. Das ist die Geburtsurkunde der Stadt.
- Blütezeit: Das 17. Jahrhundert, das Goldene Zeitalter. Die 1602 gegründete Ostindien-Kompanie war das erste Unternehmen der Geschichte mit handelbaren Aktien.
- Grachtengürtel: Am Reißbrett geplante Stadterweiterung, seit 2010 UNESCO-Welterbe.
- Größe zu Fuß: Die Innenstadt lässt sich komplett erlaufen. Vom Hauptbahnhof bis in den Jordaan sind es rund vier Kilometer – ohne eine einzige Steigung.
- Beste Reisezeit: April bis Mai und September bis Oktober. Im Hochsommer ist es voll, im Winter dafür sehr atmosphärisch.
Die schönsten Amsterdam Sehenswürdigkeiten
Neun Orte, die du in einer Runde zu Fuß verbinden kannst – sortiert in der Reihenfolge, in der sie am besten zusammenpassen.
1) Amsterdam Centraal – der Bahnhof, der ein Skandal war
Die meisten kommen hier an und laufen weiter. Bleib kurz stehen, geh ein Stück zurück auf den Vorplatz und schau dir das Gebäude als Ganzes an. Es steht auf drei künstlich aufgeschütteten Inseln im IJ, der Sand dafür kam aus den Dünen bei Velsen – und darunter stecken 8.687 Holzpfähle.
Als der Bahnhof in den 1880er-Jahren entstand, war das ein handfester Streit: Er stellte sich genau zwischen die Stadt und ihr Hafenbecken. Amsterdam hatte jahrhundertelang aufs offene Wasser geschaut, und plötzlich stand da eine Backsteinwand. Gebaut hat ihn Pierre Cuypers – derselbe Architekt, der auch das Rijksmuseum entworfen hat. Wenn dir die beiden Gebäude später verdächtig ähnlich vorkommen, liegt das nicht an dir.
2) Dam und Königlicher Palast
Der Dam ist kein Platz, der zufällig so heißt. Hier lag der echte Damm, den die ersten Amsterdamer um 1270 in die Amstel bauten, um das Meerwasser draußen zu halten. Ohne diesen Erdwall gäbe es die Stadt nicht. Er ist längst im Boden verschwunden – du stehst trotzdem darauf.
Der helle Bau an der Westseite ist heute der Königliche Palast, wurde aber als Rathaus gebaut. Die Grundsteinlegung war am 28. Oktober 1648, im Jahr der Unabhängigkeit: Im Frieden von Münster hatte Spanien die junge Republik am 30. Januar 1648 endlich anerkannt. Ein Staat ohne König leistete sich damals das größte Verwaltungsgebäude Europas – Zeitgenossen nannten es das achte Weltwunder. Es steht auf 13.659 Pfählen. Einen König bekam das Haus erst 1808, als Louis Bonaparte, der Bruder Napoleons, daraus seinen Palast machte und die Stadtverwaltung ausziehen musste. Er blieb zwei Jahre. Der Palast blieb.
Nebenan steht die Nieuwe Kerk, in der bis heute die niederländischen Könige und Königinnen in ihr Amt eingesetzt werden. Ihr fehlt etwas, das fast jede große Kirche hat – und die Geschichte dahinter besteht aus lauter Unterbrechungen: geplant 1565, gestoppt durch die Alteratie 1578, wieder aufgenommen nach dem Brand von 1645, 1647 wurden immerhin 6.363 Pfähle gesetzt, 1653 ging im Ersten Englisch-Niederländischen Krieg das Geld aus. Und danach wollte die Stadt nicht mehr, weil nebenan schon das neue Rathaus wuchs.
3) Kalverstraat und das Tor des Waisenhauses
Die Kalverstraße ist eine der vollsten Einkaufsstraßen Europas, und fast alle laufen mit Blick auf die Schaufenster hindurch. Etwa auf halber Strecke steht links ein schweres, dunkles Tor, über dem ein farbiges Relief hängt. Dahinter lag das Burgerweeshuis, das Waisenhaus für die Kinder von Bürgern.
Die Vorgeschichte: 1578 setzte Amsterdam in der sogenannten Alteratie die katholische Stadtregierung ab und wurde protestantisch – unblutig, was für diese Zeit bemerkenswert ist. Die Klöster standen plötzlich leer, und die Stadt machte aus dem ehemaligen Sankt-Lucien-Kloster etwas Praktisches. Heute ist das Amsterdam Museum darin; Waisenhaus war es bis 1960.
4) Begijnhof – die stillste Adresse der Innenstadt
Zweihundert Meter weiter führt eine unscheinbare Gasse durch einen Torbogen, und dahinter wird es schlagartig leise: Gras, alte Häuser, Vögel. Der Begijnhof ist einer der wenigen Orte im Zentrum, an denen man den Lärm der Stadt tatsächlich verliert.
Beginen sind hier schon 1346 bezeugt, ein Hof wurde 1389 erstmals erwähnt. Sie waren etwas, das es so eigentlich nicht geben durfte: Frauen, die zusammen ein religiöses Leben führten, ohne ein Gelübde abzulegen. Sie gehörten keinem Orden an, konnten jederzeit gehen und heiraten und behielten ihr eigenes Vermögen. Genau dieses Detail rettete den Hof: Als 1578 die katholische Kirche ihren Besitz verlor, gehörten die Häuser hier Privatpersonen. Man konnte ihnen nichts wegnehmen. Die letzte echte Begine, Schwester Antonia, starb 1971; bis heute wohnen hier rund hundert Frauen.
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5) Bloemenmarkt am Singel
Seit 1862 stehen hier die Blumenstände. Und seit ungefähr genauso langer Zeit erzählt sich die Welt darüber eine Geschichte, die so nicht mehr stimmt: Fast jeder Reisetext nennt ihn den „schwimmenden Blumenmarkt“. Bis ins frühe 20. Jahrhundert war das wahr – Gärtner brachten ihre Ware per Schute über den Wasserweg und verkauften direkt vom Boot. Der Markt schwamm, weil die Ware schwamm. Als die Lieferung auf Lastwagen umstellte, blieben die Stände, wo sie waren. Der Name blieb auch.
Der zweite große Mythos heißt Tulpe. Sie gilt als niederländischste aller Blumen, stammt aber ursprünglich aus Zentralasien und kam über das Osmanische Reich nach Europa. Zur Legende wurde sie hier, weil in den 1630er-Jahren etwas passierte, das Wirtschaftshistoriker bis heute als erste Spekulationsblase der Geschichte studieren: die Tulpenmanie. Auf dem Höhepunkt im Winter 1636/37 wurde eine einzige Zwiebel der Sorte Semper Augustus für Summen gehandelt, für die man ein komplettes Grachtenhaus samt Garten bekommen hätte. Im Februar 1637 fand eine Auktion in Haarlem keinen Käufer mehr. Innerhalb weniger Tage war alles wertlos.
6) Munttoren – ein Turm aus zwei Bauwerken
Am lauten Ende des Marktes steht ein Turm, der aus zwei ganz verschiedenen Gebäuden besteht: unten wuchtiger, dunkler Backstein mit dicken Mauern, oben etwas Leichtes, Helles mit offener Spitze.
Der untere Teil ist der Rest eines Stadttors von 1480 bis 1487, der Regulierspoort. Hier war einmal die Stadtgrenze. Als Amsterdam 1585 darüber hinauswuchs, wurde das Tor überflüssig – und 1618 brannte es fast vollständig ab. Der Aufsatz kam 1620 von Hendrick de Keyser, dem wichtigsten Baumeister der Stadt. Der Name stammt aus dem Katastrophenjahr 1672, dem Rampjaar: Französische Truppen standen im Land, die Münzstätten in Utrecht und Dordrecht waren nicht mehr erreichbar, und Amsterdam bekam vorübergehend das Münzrecht. Geprägt wurde im Wachhaus am Fuß des Turms. 1673 war der Spuk vorbei, der Name blieb.
7) De Negen Straatjes
Neun kleine Straßen zwischen Prinsengracht, Keizersgracht, Herengracht und Singel – heute eine der teuersten und schicksten Adressen der Stadt, voller kleiner Läden, Cafés und Galerien. Die Namen erzählen aber von etwas ganz anderem: Reestraat, Hartenstraat, Berenstraat, Wolvenstraat, Huidenstraat, Runstraat.
Hier arbeiteten die Gerber. Sie verarbeiteten die Häute, die aus aller Welt in den Hafen kamen – und Gerbereien stanken erbärmlich, gearbeitet wurde unter anderem mit Urin und Kalk. Solche Betriebe schob man an den Rand, weg von den feinen Grachten. Dass genau diese Gassen heute zu den teuersten Adressen Amsterdams gehören, ist eine der schönsten Ironien der Stadtgeschichte. Der Name „De Negen Straatjes“ übrigens ist erstaunlich jung: Er wurde 1996 von einem Verein ansässiger Geschäftsleute geprägt. Anfangs fanden viele Anwohner das albern.
8) Westerkerk und Westertoren
Mit 85 Metern ist der Westertoren der höchste Kirchturm der Stadt. Die Kirche wurde ab 1620 von Hendrick de Keyser gebaut – demselben Baumeister wie der Aufsatz des Munttoren – und war die größte protestantische Kirche der jungen Republik.
Ganz oben auf der Spitze sitzt eine Kaiserkrone. Amsterdam darf sie führen, seit Kaiser Maximilian I. von Österreich sie der Stadt 1489 verlieh; der Anlass war denkbar unromantisch, nämlich ein Kredit Amsterdamer Kaufleute. Als Maximilian 1508 Kaiser wurde, wurde aus der Königs- eine Kaiserkrone. Ein Wiener Kaiser auf einem Amsterdamer Kirchturm – Handel verbindet.
In der Kirche wurde Rembrandt van Rijn bestattet, verarmt und in einem gemieteten Armengrab. Solche Gräber wurden nach zwanzig Jahren geräumt und neu vergeben; deshalb weiß bis heute niemand, wo genau der größte Maler der Niederlande liegt. Es gibt nur eine Gedenktafel. Auf dem Platz rundherum liegt außerdem das Homomonument von 1987, das erste Denkmal der Welt für die im Nationalsozialismus verfolgten homosexuellen Menschen. Wenige hundert Meter weiter steht das Anne Frank Haus; die Glocken dieses Turms gehörten zu den wenigen Dingen aus der Außenwelt, die im Versteck zu hören waren.
9) Jordaan und Noordermarkt
Ab 1612 wurde der Jordaan angelegt – nicht für die Reichen, sondern für Handwerkerinnen, Arbeiter, Zugewanderte, Kleinbetriebe. Woher der Name kommt, ist bis heute nicht sicher geklärt. Eine Theorie führt ihn auf das französische jardin zurück, Garten – hier lebten viele hugenottische Flüchtlinge. Eine andere auf den Fluss Jordan. Die Amsterdamer streiten seit zweihundert Jahren darüber.
Was dir hier sofort auffällt: Kaum eine Fassade steht gerade. Viele Häuser sind op vlucht gebouwd, bewusst nach vorne geneigt. Fast jeder Reisetext nennt dafür einen einzigen Grund, nämlich die Möbel, die außen hochgezogen werden. Das stimmt – ist aber nur ein Teil der Wahrheit und wahrscheinlich der jüngste. Im mittelalterlichen Holzbau kragte jedes Stockwerk ein Stück vor, und als nach den Stadtbränden von 1421 und 1452 nur noch Stein erlaubt war, zog man die neue Fassade über diese alte Form. Dazu kommt: Eine geneigte Front schützt Fensterrahmen und Mauerwerk vor Regen – und von der schmalen Gracht aus wirkt sie viel imposanter, der teure Giebelschmuck war so überhaupt erst richtig zu sehen.
Am Ende wartet die Noorderkerk, ebenfalls von Hendrick de Keyser, ab 1620 gebaut – aber das genaue Gegenstück zur Westerkerk: kein Prunk, kein hoher Turm. Samstags ist auf dem Platz davor Boerenmarkt, der Bauernmarkt. Das ist der Ort, an dem man in Amsterdam tatsächlich Blumen kauft, die blühen. Montags gibt es in der Straße nebenan den Stoffmarkt.
Amsterdam an einem Tag – die Route zu Fuß
Rund 3,9 Kilometer, komplett flach. Reine Gehzeit etwa 50 Minuten – mit Stopps solltest du knapp zwei Stunden rechnen, mit Museum und Pausen einen halben Tag.
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1
Amsterdam Centraal
Stell dich mit dem Rücken zur Stadt auf den Vorplatz, so weit weg, dass du das ganze Gebäude mit beiden Türmen siehst. Dann die breite Damrak hinunter, etwa zehn Minuten.
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2
Dam mit Palast und Nieuwe Kerk
Dreh dich einmal langsam um die eigene Achse: Palast, Kirche, Nationalmonument, Kaufhäuser, Straßenbahn. Weiter südlich in die Kalverstraat, etwa fünf Minuten.
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3
Waisenhaus-Tor in der Kalverstraat
Kurzer Stopp mitten im Einkaufstrubel, dann weiter zum Spui und durch den Torbogen in den Begijnhof.
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4
Begijnhof
Plan hier zehn ruhige Minuten ein. Danach nach Süden bis zur nächsten Gracht – den Blumenmarkt riechst du, bevor du ihn siehst.
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5
Bloemenmarkt und Munttoren
Am Markt entlang bis ans andere Ende, wo der Verkehr am lautesten wird. Hier teilt sich die Runde.
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6
Optional: Spiegelgracht und Rijksmuseum
Ein Abstecher nach Süden über die Spiegelgracht, das Antiquitätenviertel, bis zur Passage unter dem Rijksmuseum. Kostet etwa 45 Minuten extra und führt automatisch wieder zurück.
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7
De Negen Straatjes
Der schönste Abschnitt: nach Norden zurück in den Grachtengürtel, immer am Wasser entlang. Nimm dir Zeit.
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8
Westerkerk
Der Turm zeigt dir den Weg, verfehlen kannst du ihn kaum. Danach weiter nach Norden ins Viertel der schmalen Häuser.
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9
Jordaan und Noordermarkt
Ziel ist der ruhige Platz vor der Noorderkerk. Setz dich auf eine Bank und schau dir die Giebel gegenüber an – kein einziger wiederholt sich.
Genau diese Route gibt es auch als Spiel: Die digitale Schnitzeljagd durch Amsterdam führt dich per App von Station zu Station, mit Rätseln, Anekdoten und Fotoaufgaben unterwegs. Ab 9,90 EUR, sofort buchbar, 6 Monate gültig.
Anreise, Parken und Fortbewegung
Das Wichtigste vorweg: In der Innenstadt brauchst du kein Auto, und du willst auch keines.
- Mit dem Zug: Amsterdam Centraal liegt direkt an der Innenstadt. Aus Österreich und Süddeutschland gibt es Nachtzugverbindungen – Fahrpläne und Preise ändern sich, prüf sie kurz vor der Reise.
- Mit dem Flugzeug: Schiphol ist per Zug in rund 20 Minuten mit dem Hauptbahnhof verbunden.
- Mit dem Auto: Innerstädtisches Parken ist teuer und knapp. Die übliche Lösung sind die P+R-Parkplätze am Stadtrand, von denen aus du mit Öffis weiterfährst. Tarife ändern sich regelmäßig, prüf sie vorab.
- Zu Fuß: Die beste Art, das Zentrum zu sehen. Alles in diesem Guide liegt an einer Linie.
- Straßenbahn und Metro: Dicht getaktet, praktisch für längere Wege oder müde Füße.
Essen und Trinken
Amsterdam is(s)t unkompliziert. Ein paar Dinge gehören trotzdem dazu.
- Koffie verkeerd: Sprich KOF-fie fer-KEHRT, wörtlich „falscher Kaffee“ – weil mehr Milch als Kaffee drin ist. Der Milchkaffee der Niederlande und die entspannteste Art, eine Pause zu machen.
- Braune Cafés: Die bruine kroeg hat ihren Namen von den dunklen Holzwänden. Kein Szeneladen, sondern das Wohnzimmer des Viertels.
- Appeltaart: Dick, warm, mit Sahne. Passt zu jedem Wetter und jeder Uhrzeit.
- Hering vom Stand: Haring mit Zwiebeln und Gurke, das klassische Straßenessen. Man isst ihn am Stück oder im Brötchen.
- Bauernmarkt am Noordermarkt: Samstags, direkt am Ziel der Route. Käse, Brot, Blumen – und deutlich weniger Trubel als im Zentrum.
Praktische Tipps für deinen Besuch
- Tickets vorab buchen: Für Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Anne Frank Haus sind Zeitfenster üblich und oft länger im Voraus ausgebucht.
- Regen einplanen: Er kommt, und er geht wieder. Eine Kapuze schlägt jeden Schirm – auf den Brücken zieht es.
- Bequeme Schuhe: Kopfsteinpflaster über Kilometer ist unterschätzt anstrengend, auch ohne eine einzige Steigung.
Amsterdam auf eigene Faust entdecken
Das Schöne an Amsterdam ist, dass es sich nicht erklären lässt, sondern angeschaut werden will. Die Stadt belohnt jeden, der stehen bleibt: an einem Tor in der Einkaufsstraße, unter einem Turm mit zwei Gesichtern, vor einer Reihe Häuser, die sich alle in dieselbe Richtung verbeugen.
Genau darauf ist die ixpiritour durch Amsterdam gebaut. Du bekommst keine Gruppe und keinen festen Termin, sondern eine Route auf dem Smartphone, Rätsel, die dich genauer hinschauen lassen, und Geschichten, die man so in keinem Buch findet. Du startest, wann du willst, machst Pause, wo es dich hinzieht – und nach Station 6 entscheidest du selbst, ob du den Bonus-Abstecher zum Rijksmuseum anhängst.
Der Qualitätstest ist einfach: Schaust du die Stadt danach anders an? Wenn du beim nächsten Spaziergang bei jedem Haus nach oben blickst, hat es funktioniert.
FAQ zu Amsterdam
Wie viele Tage braucht man für Amsterdam?
Zwei volle Tage reichen für das Zentrum und ein großes Museum. An einem Tag schaffst du die Route in diesem Guide bequem, musst dich bei Museen aber entscheiden. Ab drei Tagen bleibt Zeit für Viertel abseits des Grachtengürtels.
Kann man Amsterdam gut zu Fuß erkunden?
Sehr gut. Das Zentrum ist kompakt und komplett flach – vom Hauptbahnhof bis in den Jordaan sind es rund vier Kilometer ohne eine einzige Steigung. Nur das Kopfsteinpflaster verlangt bequeme Schuhe.
Was kann man in Amsterdam kostenlos machen?
Der Begijnhof, der Bloemenmarkt, der Dam, der Jordaan und der gesamte Grachtengürtel kosten nichts. Auch die Passage unter dem Rijksmuseum ist öffentlicher Weg – rund um die Uhr, ohne Ticket.
Warum stehen die Häuser in Amsterdam schief?
Es gibt zwei ganz verschiedene Arten von schief. Die nach vorne geneigten Fassaden sind Absicht und haben mehrere Gründe: die alte Holzbauform, Regenschutz und die bessere Wirkung von der schmalen Gracht aus. Die andere Art hat mit dem Untergrund zu tun – und die siehst du vor Ort sofort, wenn du einmal weißt, worauf du achten musst.
Muss man Tickets für Museen vorab buchen?
Für Rijksmuseum, Van Gogh Museum und besonders das Anne Frank Haus solltest du fest damit rechnen. Dort sind Zeitfenster üblich und oft Wochen im Voraus vergeben. Prüf die aktuellen Regeln direkt beim Museum – sie ändern sich.
Ist Amsterdam mit Kindern geeignet?
Ja. Flache Wege, viel Wasser, viele Boote – das trägt weit. Achte vor allem auf die Radwege. Eine Runde mit Rätselaufgaben hält Kinder unterwegs deutlich besser bei Laune als reines Anschauen.
Was macht man in Amsterdam bei Regen?
Museen sind die naheliegende Antwort, aber auch ein braunes Café mit Appeltaart ist eine sehr amsterdamer Lösung. Die meisten Schauer sind nach zwanzig Minuten vorbei – danach ist das Licht über den Grachten oft am besten.
Fazit
Amsterdam lässt sich an einem Tag erlaufen, ohne dass es gehetzt wirkt. Der Bahnhof, der Dam, ein Tor in der Einkaufsstraße, ein stiller Hof, der Blumenmarkt, ein Turm aus zwei Bauwerken, neun kleine Straßen, der höchste Kirchturm und zum Schluss der Jordaan – das ist die Stadt in ihrer ganzen Bandbreite, vom Weltmachtsanspruch bis zum Handwerkerviertel.
Und wenn du dabei die Sache mit den Pfählen im Kopf behältst, verstehst du Amsterdam besser als die meisten Besucher: Alles hier steht auf etwas, das man nicht sieht.
Die Karte hast du jetzt. Es fehlt das Spiel. Die digitale Schnitzeljagd von ixpirity führt dich durch genau diese Runde – ab 9,90 EUR, sofort buchbar, 6 Monate gültig, ohne Guide und ohne festen Termin. 153 gespielte Touren · 4,5 von 5 Sternen, bewertet direkt in der App von 86 Spielerinnen und Spielern.